
034 | Preisträger Projekt Holzwohnbau Seestadt Aspern, Wien, AT Entwurf Berger + Parkkinen Architekten, Wien, AT I querkraft architekten, Wien, AT Mit der Seestadt Aspern wächst im 22. Wiener Gemeindebezirk ein neuer Stadtteil. Im Südosten entstand eine Anlage aus maßstäblich differenzierten Baukörpern, die 213 Wohnungen und acht Geschäften Platz bietet. Die eigens entwickelten Holzhäuser sind als schlanke und kompakte Einzelkörper erkennbar. Aus der gestaffelten Anordnung resultieren unterschiedliche hofartige Räume mit abwechslungsreichen Sichtbeziehungen. Drei Erschließungsstränge bieten ein abwechslungsreiches Raumerlebnis, das durch die Abfolge von lichtdurchfluteten Treppenhäusern, Innengängen und offenen Laubengängen mit angedockten Gemeinschaftsterrassen entsteht. Jedes der sechs Treppenhäuser ist in einem anderen Farbton aus der Le-Corbusier-Palette gehalten. Die serielle lineare Grundstruktur bietet Flexibilität in der Anordnung verschiedener Wohnungstypen und ermöglicht eine Durchmischung der Bewohnerstruktur. Die Grundrisse bleiben veränderbar. Der „Canyon“ genannte Innenhof wird als halb öffentliche Zone zum Herzstück der Anlage. Juryurteil Bei einem geförderten Wohnbauprojekt steht Funktionalität und ein enges Kostenkorsett im Vordergrund. Umso mehr ist zu erwähnen, dass bei diesem Projekt mutige und unkonventionelle Entscheidungen bezüglich Materialien und Strukturen gefällt wurden. Der bewusste Einsatz von Holz zeigt, dass dies auch bei großmaßstäblichen Projekten zu überzeugen vermag. Das Holzwohnbauprojekt Seestadt Aspern zeigt, dass ein beschränktes Budget nicht im Widerspruch steht zu einer distinkten Projektidentität.